Inkyung Kwon
권인경

Inkyung Kwon verbindet Collagen aus antiquarischen Büchern mit Tusche und Acryl auf koreanischem Papier und malt damit die Landschaft einer „Heterotopie". Ist die Utopie ein Ort, der in Wirklichkeit nicht existiert, so ist die Heterotopie jene Utopie, die tatsächlich verwirklicht ist und in der Kultur ihren Platz hat.
In ihren Bildern verschmelzen künstliche Räume wie Haus oder Zimmer mit realer Natur oder mit Blumentöpfen und Vasen, die sich die Landschaft von außen gleichsam entleihen. Diese Szenen wirken zugleich fremdartig und vertraut alltäglich — die im Vordergrund platzierten Blumentöpfe sind sowohl die im Innenraum entfaltete Natur als auch Sinnbild für Wesensart und Temperament des Menschen. Es ist die Haltung eines Menschen, der von innen nach außen blickt und darin Ruhe findet, während er zugleich danach strebt, sich mit der äußeren Welt zu verbinden und mit ihr zu kommunizieren. Verdichtete Natur und Artefakt scheinen einander entgegengesetzt, stehen in Wahrheit aber miteinander im Einklang — in dieser Beziehung verwirklicht sich die Utopie, das heißt die Heterotopie.
**Ausbildung** — Hongik-Universität, Bachelor (2002), Master (2004) und Promotion (2012) in Orientalischer Malerei.
**Wichtige Auszeichnungen** — Finalistin des Gasong Art Prize 2024 · „Best Young Artist of the Year", GAMMA Young Artist 2020 · ausgewählt beim Nachwuchskünstlerwettbewerb des POSCO Art Museum „The Great Artist" (2016) · ausgewählt für das Korean Artist Project (Verband koreanischer privater Kunstmuseen)
Ausgewählte Werke


