Yayoi Kusama
쿠사마 야요이

Yayoi Kusama verarbeitet in ihrem Werk den Schmerz und die Verletzungen einer von Leid geprägten Kindheit und macht daraus die treibende Kraft ihrer Selbstverwirklichung. Der Missbrauch, den die Künstlerin als Kind erlitt, führte bei ihr zu mehreren psychischen Erkrankungen – Zwangsneurose, Wahnvorstellungen und dissoziative Zustände, Halluzinationen sowie Verfolgungswahn. Ausgehend von der Vision runder, schwebender Wassertropfen entwickelte sie, inspiriert von Trauma und Zwang, den „Punkt" und die „Wiederholung" als zentrale Motive und schuf auf dieser Grundlage eine Vielzahl von Werken.
Die sich stetig wiederholenden Muster sind Ausdruck von Unendlichkeit und Ewigkeit und lassen die Grenze zwischen Realität und Irrealität verschwimmen. Zu ihren bekanntesten Werken zählen „Kürbis" (Pumpkin), bei dem die Oberfläche eines Kürbisses vollständig mit Punkten bedeckt ist, die eine zwanghafte Fixierung zum Ausdruck bringen, „Pacific Ocean", ein unendliches Netzmuster auf einer über zehn Meter langen Leinwand, sowie die Werkserie „Accumulation" mit ihren phallusförmigen Objekten. Kusamas Werk vereint Elemente des Feminismus, Minimalismus, Surrealismus, Art brut, der Pop Art und des abstrakten Expressionismus und ist zugleich von autobiografischen, psychologischen und sexuellen Inhalten durchdrungen.