Daiwon Lee
이대원

Der Maler Daiwon Lee (이대원, 1921–2005) zählt zu den zehn großen Meistern der modernen koreanischen Kunst und gilt als herausragende Gestalt der koreanischen Kunstgeschichte der Moderne. Während sich die meisten seiner Zeitgenossen in den 1950er- und 1960er-Jahren dem Monochromen, dem Minimalismus oder der Abstraktion zuwandten, hielt er zeitlebens an der gegenständlichen Malerei fest und blieb der Natur treu – Obstgärten, Bergen und Feldern, allen voran seinem eigenen Landgut in Paju in der Provinz Gyeonggi. Seine Landschaftsbilder, komponiert aus leuchtenden, lebendigen Punkten und Strichen, erinnern an den Pointillismus eines Seurat oder Signac, lösen sich zugleich aber von den Regeln der klassischen Perspektive und Fluchtpunktkonstruktion. Mit diesem eigenständigen Stil hinterließ er einen bleibenden Eindruck in der koreanischen Kunstgeschichte.
**Ausbildung** — Ehrendoktor der Sungkyunkwan-Universität · Ehrendoktor der Chinese Culture University (Taiwan) · Bachelor in Rechtswissenschaften der Seoul National University
**Werdegang** — Emeritierter Professor der Hongik-Universität · 2002–2004: Kulturbotschafter des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Handel · 1993–1995: 26. Präsident der Nationalen Akademie der Künste Koreas · 1980–1982: Rektor der Hongik-Universität · 1967–1986: Professor an der Kunsthochschule der Hongik-Universität
**Auszeichnungen** — 2000: Chungang-Preis, Sparte Kunst (14. Verleihung) · 1995: Oh Ji-ho-Kunstpreis · 1995: Kulturverdienstorden, Klasse Geumgwan · 1983: Preis der Nationalen Akademie der Künste Koreas
Ausgewählte Werke
